05.08. Wetaskiwin


Tieflader und verrückte Teenagerkühe

Good morning boys and girls!

Am nächsten Morgen gibt Frühstück auf der Veranda. Hmmm, lecker!
Anschließend ein kleiner Rundgang über die Farm. 

Natürlich gibt es auch Katzen

...und Blumen...


...und Kies auf der Auffahrt...

...mehrere Getreidesilos gehören zu jeder Farm...

Das Haus mit Garage wurde von eigener Hand gebaut



Natürlich müssen wir erst einmal die Gerätschaften anschauen. Ja, ich bin beeindruckt. Dass Treckerreifen groß sein können, hatte ich vermutet. Der dazu gehörende Traktor passt leider nur zum Teil auf das Foto. Die Halle ist gigantisch. Schließlich müssen 9 x 64 Hektar Land gepflügt, besät, abgeerntet werden. Und das Ganze nur zu zweit. Jupp, das ist eine Leistung, da wird der deutsche Landwirt ganz blass um die Nase.

Der Traktor ist mitgereist aus Deutschland

Mit der Zugmaschine wird das Getreide transportiert

Da hängen dann schon mal 40 Tonnen hinter

Die Zwillingsreifen von dieser Zugmaschine sind mannshoch

Dieser Mähdrescher nimmt das geschnittene Getreide von der Erde auf und sammelt es in sich, 350 Bushel, umgerechnet ca. 9 Tonnen

(1 US bushel = 35.239072 liters)

Das ist der Tank für das Saatgut der Drillmaschine


Drillmaschine für die Saat

... der Knicklenktrecker zieht die Drillmaschine, da spielt man gerne mit!

Dieses Ding ist der Staubsauger für die Getreidesilos
Wir messen noch schnell den neuen Stellplatz für die neuen Silos aus, hier gilt es die Mitte zu finden, damit alles seine Ordnung hat und die Dinger nachher sicher verankert werden können.
Da die Kanadier nicht zu den Verlässlichen gehören, fuhr Stefan ja Gestern lieber selber zur Überwachung des Transportes 90 Minuten in den Süden und wie nicht anders zu erwarten passt der Silo nicht auf den Hänger. Ein Feet zuviel, ärgerlich, aber zu erwarten, sagt der Herr des Hauses. Wahrscheinlich macht er der Spedition gerade die Hölle heiß, was mich ein wenig zum Lächeln veranlasst, hier trifft Deutsche Gründlichkeit auf Kanadische Gelassenheit und das will nicht gemeinsam durch das Nadelöhr.
Dann endlich das erlösende Telefonat, ein Ersatz ist gefunden und der erste Silo kann schon heute transportiert werden, jedoch müssen zuerst die Leitern abgeflext werden. Zum Glück ist Stefan gut vorbereitet und hat alles an Werkzeug vorsorglich  mit dabei, "man weiß ja nie, was uns erwartet".
Während die Weltbeste Köchin und Versorgerin gerade Pizza zaubert, ja auch die ist selbstgemacht, dümpeln mein bester Ehemann und ich auf der Hollywoodschaukel rum und genießen unseren Urlaub. Wir haben 14 Uhr Ortszeit und im Schatten lässt es sich bei leichtem Windgefächele gut aushalten. So erwarten wir also den Silotransport mit Spannung und melden uns nachher wieder bei euch.





 
Wozu eine Baggerschaufel alles gut sein kann

Der gemütliche Rotti "Scarlet"

Hornissen im Nest gleich nebenan

Die Kühe mit dem Esel auf der Weide

Die durchgeknallten Teenager-Kühe toben herum, Mama siehts gelassen




Ob der Esel sich für eine Kuh hält?

Die Hühner legen ihre Eier gerne mal versteckt ab und somit wundert man sich nicht mal welche im Kellerschacht vor dem Badezimmerfenster vorzufinden








Natürlich gibt auch Pflanzen hier in Kanada!



... und schwupps kommt der Chef nach Hause gefolgt von dem riesen Auflieger mit dem Silo. Schon ganz schön beeindruckend. Wer jedoch denk das Abladen geht ohne Probleme vonstatten, irrt. Der Auflieger liegt zu tief, um auf die leichte Betonerhöhung zu fahren und den Silo abzusetzen. Schnell improvisiert ist aus alten Bahnschwellen eine Rampe gebaut, denn hier kostet Zeit gleich Geld. Und schon geht es los und innerhalb von Sekunden ist der Silo hydraulisch aufgerichtet und steht auf dem vorgesehenen Platz. Juchhu, endlich steht das eine Ding.




Nun wird noch eine Verankerung mit Bolzen in den Beton gebohrt, was eine weitere Stunde dauert, dann ist es endlich geschafft. 

Ein kleines Highlight möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Welches Kind wollte das nicht immer schon mal machen: Bagger fahren oder Trecker, einfach was riesig Großes.
Hier bei Stefan und Karin ist das kein Problem, wir nehmen gleich den Größten, der in der Halle steht und schon gehts los. Das Teil hat 16 Vorwärtsgänge und drei Rückwärtsgänge.

Karin bestätigt mir, ich hätte hochherrschaftlich von der Höhe herabgewunken und professionell ausgesehen. Das Winken der Hand wurde fehlinterpretiert, das war das Zittern meiner Hände.

Hier nun der Beweis und ich muss sagen auch meinem Mann steht das Ding ganz gut, wir überlegen uns einen nach Deutschland zu importieren und wer uns quer kommt, den mähen wir einfach platt (war ein Scherz).




In die Halle gefahren hat ihn dann aber doch Stefan...

...immerhin sind die Reifen mannshoch und die ganze Maschine unübersichtlich



... und Tschüß liebe Farm, es war sehr schön hier.



 
Zwei Tage haben wir bei unseren canadisch/deutschen Freunden auf ihrer Farm in Wetaskivin verbracht.
Vielen Dank für Eure Einladung.

1 Kommentar:

  1. In Fuhrberg haben die Traktoren 100 PS, und vier Reifen. Und wenn ich Andreas hier gerade vorbei fahren sehe, mit einem kleinen Anhänger, ein großer Zweipersonenhof hat hier 60 Hektar. Das müssen schon außergewöhnliche Freunde sein, die ihr da habt.

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