bye bye sweet Home
Vorab möchten wir uns bei Euch Lesern bedanken, Ihr habt uns mit Euren Kommentaren und Feedbacks animiert den Blog immer aktuell zu halten. Vor unserer ersten Canadareise im letzten Jahr war der ursprüngliche Gedanke mit einem Blog unsere Familie und die engsten Freunde mit Bildern von unserer Traumreise zu beeindrucken und zu informieren. Kommentare aus vielen Ländern zeigten uns jedoch, das es viele Neugierige gibt, die unsere Bilder und Erzählungen gerne sehen und lesen. Dieser Blog wurde innerhalb von drei Wochen über 6000 mal angesehen, daß macht uns schon ein wenig stolz.
Dieser Blog lebt von den tollen Bildern, dem Blick für den Bildaufbau, den informativen aber auch witzigen und spannenden Erzählungen. Dies Alles hat meine liebe Frau mit viel Hingabe, Herzblut und einer Menge Zeitaufwand perfekt umgesetzt. Dafür möchte ich mich ganz besonders bei Ihr bedanken. Natürlich machten wir uns Gedanken, diese investierte Zeit doch lieber vor Ort in Unternehmungen zu nutzen, doch es ist für uns eine bleibende Erinnerung unglaublich tolle Erfahrungen und Erlebnisse in einem unglaublich schönem Land zeitnah und aktuell auszudrücken. Wenn man wieder zu Hause wieder im Alltag versinkt, ist es viel schwieriger das Erlebte wieder zu beschreiben.
Nochmals von meiner Seite ein großes Lob und ein besonderer Dank an die Autorin und Photografin unseres Trips über mehr als 4000 km durch Canada.
Ebenso möchten wir uns bei David Krusel von SK Touristik bedanken, mit dem wir unsere Reise ausgearbeitet haben.
Schnief, schnief, der letzte Tag in Kanada bricht an. Wir werden mit der Facebook-Nachricht geweckt, das der Vulkan in Island kurz vor dem Ausbruch steht und ein Erdbeben der Stufe 5,3 die Landschaft erschüttert hat. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut finden soll. Mein Mann grinst in sich rein, ich kalkuliere schon mal unser Buget für weitere Tage im Hotel und am Buffet. Das sieht nicht gut aus und so mit bleibe ich unentspannt, während wir unseren angestauten Kühlschrankinhalt der Vernichtung freigeben. Erdbeeren mit Schokoeis und O-Saft, Hmmm.
Heute Vormittag wird hektisch gepackt und dann geht es auf den Cypress Mountain, einfach noch einmal irgend etwas angucken fahren, denn unser Flieger geht erst um 20.20 Uhr, wenn alles gut geht versteht sich.
Von unterwegs haben wir noch einmal einen diesigen Blick auf Vancouver.
Die Frachter liegen immer noch wartend im Hafen, leer, wartend auf Getreide aus dem Norden. Sieht militärisch aus.
Weiter hoch auf dem Berg die ersten Fahrrad-Junkies. Downhill, ein Auto bringt hoch, vier Jungs donnern runter.
Und eine könnt ihr glauben, runter macht mehr Spaß. Aber das sehe sicherlich nur ich so.
Dann sehen wir die ersten Flurschäden menschlicher Wintersportnatur. Pisten wohin das Auge blickt schneiden sich wie tiefe Wunden in den Berg.
Ich denke hier haben nur die Wanderer tief im Wald Freunde, Landschaftlich ist es eher ein Desaster mit anzusehen, was vom Winter übrig blieb.
Die Olympischen Ringe noch kurz abgelichtet, dann verlassen wir den reinen Wintersportort.
Zurück in der City erkläre ich euch noch ein paar von den Verkehrsschildern, die hier manchmal Rätsel aufgeben.
Diese Kennzeichnung auf dem Asphalt kennzeichnet eine Sonderspur, alles ist möglich, angefangen von nur Busverkehr, nur Fahrräder, nur Busse und Fahrrader, nur Rechtsabbiegen zwischen 15 und 18 Uhr für Anwohner usw.
Klar, das ist deutlich nur Rechtsabbieger, aber Vorsichtig Fußgänger gehn hier auch gerne mal über rote Ampeln.
Hier hängen manchmal so viele Hinweisschilder an einem Masten, dass man besser erst mal langsam heranfährt, um alles zu studieren, bevor man sich über die Kreuzung traut.
Achtung besonders bei schwarzen Pfeilen, diese signalisieren eine Einbahnstraße. Da rauscht man schon mal gerne unabsichtlich rein.
Haha, da musste ich doch mal richtig lachen, passenderweise steht hier halb verborgen an der Wand, "Time to let go...", ja wir gehen ja schon bald, nicht rumhetzen!
An der Straßenecke versuchen 2 Mädchen durch Akrobatik ihr Budget aufzufrischen, denn Vancouver ist eine teure Stadt. An diesen kleinen Buden essen die Leute zu Mittag, ewiges Fastfood beherrscht die Städte hier sind nur die Asiaten wirklich schlank.
Lustige Schilder auch hier, Links nur Fahrräder, Rechts nur Busse, geradeaus dürfen LKW zu bestimmten Zeiten.
Gut das ist noch verständlich, aber durch Parkverbote durchzusteigen ist eine Kunst für sich. Aber das ist ja auch in Deutschland nicht einfach, packt euch ein bisserl Kleingeld ein, Parken ist fast überall in der Stadt kostenpflichtig.
Schöne Schilder gibt es, so retro.
Und noch einmal ein wenig Chinatown.
Schatz, guck mal ich will auch so einen Lampinion, bitte bitte. Haben wir nicht noch Platz im Handgepäck?
In der Penderstreet gefällt mir das schöne Wandgemälde.
Da werden sogar die Sonnenschutzsegel ausgefahren, damit nichts ausbleicht.
Ein kurzer Blick zur Seite, eine Seitengasse zeigt die Kehrseite der Stadt. Hier ist nicht immer alles so schön. Wir verabschieden uns von Vancouver mit einem kurzen Bummel durch Gastown.
In den Cafés sitzen die Leute und genießen die 26 Grad in Kanada.
Mein Mann will unbedingt in dieses tolle Geschäft, so lange bis er merkt, oups es ist ein Schuhgeschäft, na kann ja mal vorkommen, Herr Gemahl.Wer kommt auf die Idee solch ein Haus zu bauen? Toll, mal was anderes, ich nehme dann die ganz Oben.
Schön, ein letzter Blick auf einen pinken Bus, er wird uns fehlen. Und auch alle seine Kollegen. Sie verkörpern für mich den ersten und den letzten Blick auf Vancouver, diese Stadt die unterschiedlicher nicht sein kann.
Ein bisschen Kunst für jeden.
Kitsch für den Anderen.
Dosensammler auf unserem Weg, machen die Reste der Zivilisation zu Geld.
Und noch ein wehmütiger Blick auf die "The old Spaghetti Factory".
Dafür reicht die Zeit leider nicht mehr.
Und schwupps die nächsten 4 Dollar weg. Und vertraut ja nicht den kleinen Schildchen VISA-Karte akzeptiert, das hat nur an einem der Automaten auf unserer Reise funktioniert, sowohl beim Tanken, als auch beim Parken. Und immer Kleingeld bereithalten, Scheine nehmen die Wenigsten und wenn kann nicht gewechselt werden.
Der wohl größte Liquor Store, den wir gesehen haben. Hier kauft man alkoholische Getränke, die gibt es nicht in Supermärkten oder gar Tankstellen.
Und bitte Alkohol, wenn überhaupt gekauft, nur im geschlossenen, von der Fahrgastzelle nicht erreichbaren, Kofferraum transportieren, sonst gibts Ärger bei einer Kontrolle.
Unser einziger Fastfood-Besuch auf unserer Reise, ich musste auf die Toilette und da wir schon mal da waren...
Cola zum Endlosnachfüllen, keine Majonaise, dünne Pommes und der Bigmac war echt lecker. Und...
es gab ein Foodballspiel im Fernsehen, konnten wir ja leider nicht Live sehen, da wir jetzt fliegen.
Und weil ich vielleicht mal in 20 Jahren wissen will, was das Essen gekostet hat hier noch die Quittung.Am Flughafen dann das krasse Gegenteil zur frankfurter Abfertigung (gut das kann Zufall gewesen sein) aber diese Flughafenangestellten haben so viel Langeweile, dass sie sich gegenseitig fotografieren. Also ran und einchecken. Wir haben die freie Wahl und nehmen den netten Asiaten, der uns freundlich anlächelt.
Zum Glück lächelt er immer noch entspannt, als das Handgepäck aus 4 Teilen besteht, alles Geschenke für die Familie murmele ich, er versteht und nickt, er lächelt immer noch bei dem Handgpäckkoffer mit 13 Kilogramm, locker mal 3 Kilo Übergewicht, vermutlich hält er mich für total blond, da ich auf seine Frage nach dem Abstammungsland mit einem freundlichen Burgwedel bei Hannover antworte und als er mich irritiert anguckt anfange den Ort zu buchstabieren B - u - r ..., haha, das war witzig (aber oberblond).
Überall im Flughafengebäude gibt es was zu sehen, kein tristes Grau, wie in Deutschland. Wir werden hier mit Teppichboden verwöhnt und mit plätschernden Springbrunnen, mit lauschigen Sitzecken mit Strom für die Technik und blitzeblanken Toiletten mit ausreichend Toilettenpapier.
Dort ist schon unsere Maschine. Wir fliegen mit Air transat, echt günstige Fluggesellschaft.
Wir fliegen mit einem Airbus A330. Und wir stellen nach betreten fest...
...dieser Airbus fliegt heute nur für meinen Mann und mich. Wir sind alleine im vorderen Teil des Flugzeuges, äh bis auf den Kapitän, hoffe ich (hallo, ist da jemand?).Voll wichtig fühlen wir uns, irgendwie wie VIP-Gäste eines Privatfluges. Ich überlege schon, wie oft ich Saft serviert bekomme und den ersten Gang bestellen darf, schließlich müssten die doch Essen und Getränke im Überfluss an Bord haben, welch Verschwendung, wenn das alles unverzehrt in Frankfurt landet.
So sehen gut erholte Urlauber aus, ok, ich gebe zu mein Mann sieht ein wenig verzweifelt aus, das liegt daran dass bald der Flieger startet.
Nänänänänä, und Bäumchen wechsel dich, ich probier einfach mal ein bisschen durch, wo es sich am besten sitzt, wer wollte das nicht immer schon mal. Wo packen wir nur die 13 Kilogramm Handgepäckt hin, links - rechts - links..... hihi!
Solltet ihr für eure langen Beine oder sonstige Bedürfnisse mal mehr Beinfreiheit benötigen könnt ihr die ersten Reihen gegen Aufpreis buchen, das hat jedoch einen kleinen Haken, oder besser gleich zwei. Erst einmal diese Sitzplätze sind jeweils 2 cm schmaler, da in den Mittelstützen die LCD-Monitore installiert sind, ebenso können diese nicht hochgeklappt werden. Jetzt werdet ihr denken, puh, was hat die denn für ein Problem, was sind denn 2 cm, oh ihr Unwissenden, ich trage eine schöne figurumschmeichelnde 46/48. Die 46 passt in den Sitz, die 48 hat keine Lust, sie möchte neben dem Sitz herumhängen, typisch!Leider landen wir in Calgary zwischen und ein Strom an Menschen ergießt sich in das Flugzeug, ey das ist mein VIP-Bereich!
Jetzt kommt der zweite Haken, in diesen ersten Reihen sitzen oder werden gesetzt, junge alleinerziehende Mütter mit Kleinkindern. Nicht das ihr jetzt denkt ich habe etwas gegen Kinder, sind ja nicht meine, aber meine Ohren und Nerven gehören mir. Im Hochfrequenzbereich grenzt es an Körperverletzung, wenn ein Kind 9 von 10 Stunden schreit und die Mutter mit Selenruhe mit Sch-Sch dagegenhält, wo ein "jetzt reichts aber mal, es wird geschlafen/gegessen/getrunken" angebracht gewesen wäre.
Und die erste Klasse tut mir leid, die sitzen nur 60 cm weiter vor uns, durch einen lächerlichen grauen Vorhang getrennt, aber 1000 Euro mehr bezahlt, ertragen auch sie still das Desaster. Inzwischen macht auch der nette Flugbegleiter ein strenges Sch-Sch, jedes Mal wenn er an dem Gebrüll vorbeikommt.
Versöhnt werde ich jedoch mit einem traumhaft schönen Sonnenuntergang über Calgary.
Ohoh, da ist schon unsere Startbahn, ich bin dann mal weg!
Ich ziehe endlich meinen Kopf zwischen den Knien heraus und bin baff, das ist ja Erdbeerrot. Das Panorama bringt mich bis zu 9000 Meter, dann ist endlich alles gut.

Oh, ist das wunderschön.Soll das etwas ein Snack sein? Ach du Schreck! Cedar Käse zwischen 2 Stück Pappe mit O-Saft gegurgelt, na, prost Mahlzeit!
Da wir einem dann auch gleich ganz schummerig vorm Auge und alles ist so wackelig.Kurz zu erwähnen wäre dann wohl noch, dass der geplante Abflug in Calgary sich um 1:15 Std. verzögert, da ein Regelventil-Dingsbums ausgefallen ist, dass die Temperatur im Gastraum regelt und da keiner will, dass sich die VIP's die Füße abfrieren, dürfen wir jetzt nicht die Geduld verlieren. Das dabei das komplette Gepäck unter uns entladen wird, lässt mich stutzen, das Ventil liegt im Hinteren Gepäckraum und kann nur von Innen getauscht werden, welcher Trottel hat das da rein geplant.
Nun gut, dieses Foto ist für Chris, deine Kollegen aus Vancouver haben das echt toll gemacht, Nachts um 1 Uhr noch die Ruhe weg und freundlich in den Flieger gewinkt. Ihr seid echt ganz tolle Männer!
Und wenn ich bis hierhin noch ganz entspannt bin, habe ich nach 8 Stunden nicht schlafen wg. Hochfrequenzgeschrei, spätestens bei diesem Doggi-Pack echt sauer. Frühstück? O-Saft 0,1l Joghurt, (äh Glibber mit Farbstoff), Nusspappe in Tüte. Frechheit! Ach so, sagen sie das doch gleich: Continental Breakfest! Hm lecker!
So ihr Lieben, ich traue mich kaum zu sagen: das war's, denn in unserer Erinnerung wird Kanada und all das, was wir erlebt haben immer in unseren Herzen bleiben.Es hat mir sehr viel Spaß gemacht jeden Tag meine Eindrücke zu verarbeiten, in dem ich sie mit euch teile. Ich hoffe ich konnte euch unterhalten und ihr habt jetzt richtig Lust auf euren nächsten Urlaub. Ich hoffe von euch zu lesen und zu sehen ;)
Ihr Lieben, seid gegrüßt
von euren Burgwedelern, Niedersachsen,
Deutschen, Europäern und Wunsch-Kanadiern!
Edda und Christian
27. August 2014


















































so schnell können also drei wochen urlaub in kanada vorübergehen um dann wahrscheinlich festzustellen, dass man von diesem faszinierenden land wieder nur einen bruchteil gesehen hat.
AntwortenLöscheneuch beiden ein herzliches danke, dass ihr mich (und hoffentlich auch viele andere mitleser/-innen) so erfrischend anders zu eurer reise mitgenommen habt und dass ihr euch soviel arbeit mit eurem blog gemacht habt. auf jeden fall war es sehr kurzweilig euch in kanada zu "begleiten".
vieles wieder erkannt - aber auch viele neue eindrücke aufgenommen, die ich bei meinem nächsten kanada-trip gerne selbst umsetzen werde.
eine gute rückkehr und eine guten start in die wahrscheinlich schon wartende arbeit.
bis zum nächsten mal in...na wo...in kanada...wo sonst!
herzliche grüße
georg